Aktuelles & TermineWir über unsBilder und VideosTipps und ServiceFür MitgliederKontakt
ModellflugplätzeTipps für AnfängerAkkupflegeLinksBaubericht Spitfire 60
Planes

Spitfire 60
Spitfire 60 von Phoenix Models

Autor: Sascha Schieferdecker, letzte Aktualisierung: 04.01.2009

Dieses Jahr hatte ich eigentlich geplant, mal eine größere Maschine zu kaufen. Ich dachte da an die Spitfire von Pichler in 2m, aber es kommt immer anders als man denkt :-).

Meine Frau hat mir nämlich zum Geburtstag eine Spitfire von Richard Etter Modellbau / Phoenix Models geschenkt. Hier ein paar Daten zur Maschine:

  • Spannweite 1550 mm
  • Länge 1350 mm
  • Flächeninhalt 40,8 qdm
  • Fluggewicht 3200 bis 3400 gr
  • Flächenbelastung ab 78,2 g/qdm
  • RC-Funktionen Höhe, Seite, Quer, Motordrossel, Einziehfahrwerk
  • Antrieb 10 ccm 2T / 15 ccm 4T
  • Oberfläche Oracover Folie

Nach dem gespannten Auspacken des ARF-Bausatzes bot sich ein erfreuliches Bild: gelaserte, leichte und stabile Komponenten, eine einigermaßen brauchbare Bauanleitung, brauchbares Zubehör. Kurz: guter ARF-Standard. Der Bausatz erinnert stark an die Graupner-Bausätze der gleichen Klasse. Das kommt nicht von ungefähr, denn teilweise werden die Modelle von Phoenix Models auch von Graupner vermarktet (z.B. der Elektro-Kadett und die P47).

Ein Klick auf die Bilder zeigt eine vergrößerte Ansicht:

Richtig scale ist die Kanzel nicht...
Profiliertes Seitenleitwerk
Profiliertes Höhenleitwerk
Sauber gebauter Rumpf
Flächenhälfte mit Alurohr
Bauanleitung mit deutscher Übersetzung

Da das Modell recht leicht ist, habe mir überlegt, einen Elektroantrieb einzubauen.
Dies sind die vorgesehenen Antriebskomponenten:

Motor: 400 KV Außenläufer
Eingangsspannung: 14.8V~29.6V (4~8S Li-po) / 60A
Gewicht: 414g

Regler: 80A mit 3A UBEC

Luftschraube: 14x10 APC E

Akku: 4 x HXT D9 G2 4100mAh 3S 15-25C Lipoly Pack (2 Akkupacks mit 2 mal 3S in Serie)

Dazu dann noch 4 Servos, einen passenden Motorträger für den Motor und noch eine Programmierkarte für den Regler.

Mit diesen Komponenten müsste ich laut meiner Rechnung bei 3300g Abfluggewicht rauskommen, was für einen Warbird mit Einziehfahrwerk völlig in Ordnung wäre.

Natürlich juckte es mich gleich in den Fingern und ich musste schon mal loslegen, und hab gleich mal die Querruder mit Graupner C577 angelenkt, die aber locker reichen dürften:

Querruder-Servos eingebaut
Querruder-Servos eingebaut
Mechanisches Einziehfahrwerk
Mechanisches Einziehfahrwerk

Inzwischen habe ich die Fläche fertig gestellt. Die Passgenauigkeit der beiden Flächenhälften ist zwar nicht perfekt, aber in Ordnung. Zur Anlenkung der Querruder habe ich die mitgelieferten Kleinteile verwendet, die meiner Meinung nach für eine Maschine dieser Größe völlig ausreichen, auch wenn diese dann doch etwas von den Graupnerteilen abweichen.

Das Einziehfahrwerk war mal wieder die übliche Fuckelarbeit, die Anlenkungsdrähte könnten auch ruhig etwas fester sein, ist aber so in Ordnung. Die Räder habe ich durch größere ersetzt, um der Gefahr von Kopfständen bei der Landung zumindest ein wenig entgegen zu setzen. Eventuell müsste man später das Fahrwerk hinten noch etwas unterlegen.

Die Räder wurden durch etwas größere mit Alufelge ausgetauscht
Die Räder wurden durch etwas größere mit Alufelge ausgetauscht
Die Querruder-Anlenkung mit Originalteilen
Die Querruder-Anlenkung mit Originalteilen
Die Spit grob zusammengesetzt
Die Spit grob zusammengesetzt

Der Antrieb ist eingebaut. Nicht auf den Fotos zu sehen ist die endgültige Sicherung der Schrauben des Motorträgers, aber man hier schon einen Eindruck gewinnen, wie es gemacht ist:

Der fette Aussenläufer, für das Geld wirklich astrein
Die Befestigung des Motroträgers in Arbeit - natürlich wurde da noch etwas mehr gemacht :-)
Servoeinbau im Rumpf... Standardarbeiten

Ich habe auch schon mal den Regler angeschlossen und mit einer 14x10 APC E und 6S 4100 mal drehen lassen... macht gut Wind :-). 

Jetzt muss eigentlich nur noch ein Brettchen für die Akkubefestigung eingeklebt werden und dann kann es auf die Jagd gehen. Das mit dem Einzehfahrwerk wird auf dem Rasenplatz allerdings noch ein echtes Problem werden...

Update 21.07.2008: Ich habe angefangen, die Spitfire zu vervollständigen. Die zwei Akkupacks sind gelötet und ich passe gerade die Motorhaube an. Der Spinner ist aufgebohrt und in einen Turbospinner umgewandelt, um gute Kühlung zu gewährleisten.

Und das sehr gut! Wie zu erwarten, sind die Starts und Landungen auf unserem Platz aufgrund des Untergrunds nicht einfach. Aber sie lässt sich sehr schön langsam machen, die Flugeigenschaften sind fantastisch. Sie ist recht flott unterwegs. Die Motorisierung würde ich so als scale bezeichnen, ich werde aber noch einen größeren Prop drauf machen, der Antrieb und die Akkus haben noch Luft nach oben. Die Akkus sind kaum handwarm nach dem Flug. Fotos folgen in Kürze...

Der Propeller wurde durch einen 15x10 E Propeller ausgetauscht.

Der Speed und die Steigleistung sind damit mehr als angemessen. Loopings jeder Größe sind damit problemlos möglich. Der gute Standschub hilft bei den Starts, die aufgrund unseres Rasenplatzes wenig scale sind. Um Kopfstände zu vermeiden, habe ich bei ausgefahrenem Fahrwerk extreme Höhenruderausschläge gewählt. Damit ist das Landeverhalten deutlich besser, die Starts sehen dann aber mehr nach senkrecht nach oben aus. Mit der Motorisierung kein Problem.

Flugzeiten kann ich noch nicht wirklich sagen, aber so ca. 8 Minuten mit viel Vollgaspassagen ist wahrscheinlich. Ströme werde ich demnächst auch mal messen.

Insgesamt ein tolles Modell. Der Bau war problemlos. Einzig verwirrend waren die unterschiedlichen Schwerpunktangaben in der deutschen und englischen Anleitung. Der in der englischen Originalversion war weiter vorne. Ich habe diesen gewählt, und das war auch gut so. Der passt genau.

Die Angaben zu den Ruderausschlägen sind gut und passen mit etwas Expo zu meinen persönlichen Vorlieben.

Der Regler läuft im unteren Drehzahlbereich manchmal etwas ruppig an, für einen 3D-Flieger wäre das nichts, aber für dieses Projekt vollkommen in Ordnung.

 

Was noch zu tun ist:

  • Akku von außen abschaltbar machen, im Moment wird die Tragfläche bei scharfem Motor montiert
  • Fahrwerk eventuell noch etwas unterlegen
  • Auf 2,4 GHZ umstellen.